Herzlich Willkommen beim GEW-Kreisverband Region Hannover

Dienstag, 30. April 2019
16:30 Uhr
ContiHochhaus, 14. OG, Königsworther Platz 1, Hannover

Liebe Kollegin,
LIeber Kollege,

wir möchten Dich herzlich zur kommenden Mitgliederversammlung der GEW Region Hannover einladen!

Den Ort haben wir mit Bedacht ausgewählt. Von dort aus gehen wir gemeinsam zum Kabarett des DGB, das traditionell am Vorabend des 1. Mai stattfindet. In diesem Jahr findet es erstmalig im Foyer der IG BCE statt und ist von unserem Versammlungsort sogar bei einer langen roten Ampelphase in vier Minuten fußläufig zu erreichen. Informationen zum Kartenverkauf werden wir den Mitgliedern des KV Region Hannover noch per E-Mail zukommen lassen.

Vorschlag für eine Tagesordnung:
1.      
Begrüßung
2.       Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung
3.       Wahl einer Versammlungsleitung und einer Protokollantin/eines Protokollanten
4.       Verabschiedung der Tagesordnung
5.       Beschluss über die Geschäftsordnung
6.      Das Zwei-Säulen-Modell – ist dieses Konzept ein tragfähiges Modell für die Schulentwicklung der weiterführenden Schulen in der Landeshauptstadt?
Nach einer Einführung durch unseren Kollegen Dr. Michael Bax, Leiter der Leonore-Goldschmidt-Schule – IGS Mühlenberg und Sprecher des IGS-Qualitätsnetzwerks in Hannover und der Region,
wollen wir diese Frage der Schulentwicklung diskutieren
7.       Bericht des Kreisvorstandes, darunter:
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die zurückliegende Tarifauseinandersetzung
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die bevorstehenden Personalratswahlen 2020
- HannoverNews
8. Haushalts- und Kassenfragen
9. Wahlen
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Nachwahlen für den Kreisvorstand – eine stv. Schatzmeisterin/einen stv. Schatzmeister, weitere stv. Vorsitzende, eine Schriftführerin/einen Schriftführer
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Wahl der Delegierten für die Bezirksdelegiertenkonferenz (BDK) am 15. Mai 2019
10.       Vorschlag der Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz (LDK) am 28./29. Oktober 2019 in Celle (die durch die Mitgliederversammlung vorgeschlagene Liste muss auf der BDK bestätigt werden)
11.   Anträge / Anträge auf Änderung der Kreissatzung
12.   Termine

Anmeldungen für die Mitgliederversammlung nehmen wir für eine gute Vorbereitung gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.
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Vorliegende Anträge:

Antrag 1
Antrag auf Änderung der Kreissatzung

Der letzte Satz von § 5 der Kreissatzung, der momentan wie folgt lautet: Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der/dem Vorsitzenden zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift wird allen Mitgliedern elektronisch zur Verfügung gestellt., wird in den folgenden Wortlaut verändert:
Über die Mitgliederversammlung ist eine NIederschrift anzufertigen, die von der/dem Vorsitzenden zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift wird auf der darauf stattfindenden Mitgliederversammlung beschlossen. Die Niederschrift und die beschlossene Niederschrift wird allen Mitgliedern auf Anforderung elektronisch zur Verfügung gestellt.

Antragsteller: Kreisvorstand
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Antrag 2
Die Mitgliederversammlung des Kreisverbands Region Hannover der GEW möge beschließen:

Die Mitgliederversammlung unterstützt die Erklärung der Landesvereinigung von NRW der VVN-BdA und wertet alle Versuche, die jahrzehntelange mühevolle Erinnerungsarbeit der VVN-BdA auf steuerlichem Wege zu behindern, als Angriff auf die Erinnerungskultur!

Antragsteller: Reinhold Weismann-Kieser

Erklärung der Landesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes –Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten von Nordrhein - Westfalen

Anfang des Jahres, pünktlich zum Gedenktag für die Befreiung des KZ Auschwitz, drohten nordrhein-westfälische Finanzämter in einer konzertierten Aktion und in gleichlautenden Schreiben damit, dem Landesverband NRW der VVN-BdA sowie mehreren selbständigen Kreisvereinigungen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Und zwar dies rückwirkend.
Einzig aufgeführte Begründung ist die Erwähnung der VVN/BdA in einem Verfassungsschutzbericht, jenem des Landes Bayern. Es gibt nur noch dieses Land, das die VVN-BdA im VS-Bericht aufführt; es ist jedoch auch dort damit nicht der Entzug der Gemeinnützigkeit verbunden. Nordrhein-Westfalen stünde mit dem Vorgehen gegen die VVN-BdA und dem Entzug der Gemeinnützigkeit einzigartig da. Die Regierung Laschet (CDU) hat offenbar den Anspruch, sich an die Spitze der politischen AntiAntifa zu stellen.
Als traditionsreiche und älteste Organisation des deutschen Widerstandes und der Naziopfer fordern wir die sofortige Einstellung der gegen die VVN-BdA gerichteten Maßnahmen. Eine solche konzertierte Aktion hat es in Nordrhein-Westfalen nicht einmal in Zeiten des Kalten Krieges gegeben. In diesen Zeiten stand die VVN zwar im Verfassungsschutzbericht, es wurde ihr aber nicht die Gemeinnützigkeit entzogen.
Die VVN-BdA NRW e.V. kann auf mehr als 70 Jahre der kontinuierlich geleistete demokratische Erinnerungs- und Gedenkarbeit sowie der Sozialarbeit für die Opfer des Nazismus zurückblicken.

Unsere Vereinigung wurde 1947 von den Überlebenden der Konzentrationslager und Mitgliedern des Widerstandes gegen Faschismus und Krieg, von Verfolgten und Holocaustüberlebenden, ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und aus der Emigration Heimgekehrten gegründet. Darunter waren Vertreter aller demokratischen Parteien, selbstverständlich auch die Kommunisten, die lt. Institut für Zeitgeschichte 70 Prozent des politischen Widerstandes geleistet haben.
Eine aus der Geschichte gezogene Lehre war und ist für unsere Organisation, überparteilich und konfessionell ungebunden einen antifaschistischen Grundkonsens zu verteidigen. In Artikel 139 Grundgesetz sind die alliierten Bestimmungen zum Verbot der NSDAP und möglicher Nachfolgeorganisationen und -parteien eindeutig bestätigt.
Für dieses und andere Ziele, insbesondere für den Frieden, die Völkerverständigung und die Hilfe für Geflüchtete und Verfolgte setzt sich die VVN seit ihrer Gründung unermüdlich ein. Wir arbeiten engagiert mit im Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte, um auch heute noch für die soziale Betreuung der Verfolgten und ihrer Hinterbliebenen zu sorgen.
Viele Mitglieder der VVN waren als Zeitzeugen in Schulen, bei Veranstaltungen und auf Kundgebungen gegen Neonazi-Aufmärsche und für den Frieden aktiv. Dies geschah bereits in einer Zeit, da in den Regierungsparteien noch ehemals hohe Nazis mitwirkten.
Besonders erinnern möchten wir an Kaplan Dr. Josef Rossaint (1902-1991), der als katholischer Jugendführer den Widerstand in Düsseldorf und Oberhausen anführte und im weltweit beachteten Katholikenprozess zu vielen Jahren Zuchthaus verurteilt wurde; er war viele Jahre lang aktiv in der VVN NRW und war Präsident der Bundesorganisation der VVN-BdA.
Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA ist Esther Bejarano, Überlebende von Auschwitz, hochgeachtete Künstlerin.
Weltkirchenratspräsident Martin Niemöller war ein enger Mitstreiter der VVN. Viele evangelische Geistliche waren Mitglieder der VVN. An der Gründung der VVN in NRW war der Ministerpräsident Rudolf Amelunxen beteiligt.

Zu den weiteren hochgeachteten Zeitzeugen aus unserer Organisation gehörten u.a.:

  • Hans Frankenthal, Auschwitzüberlebender und Mitglied des VVN-Landesverbandes wie des Zentralrates der Juden in Deutschland
  • Jupp Angenfort und Karl Schabrod, ehemalige Mitglieder des Landtags NRW, Mitwirkende bei der Schaffung der Landesverfassung
  • Kurt Bachmann, Köln, politisch und rassisch Verfolgter, Auschwitzüberlebender,
  • Bruno Bachler, Duisburg, Edelweißpirat
  • Ernst Buschmann, ehem. Landtagsabgeordneter, Kommandeur im Kampf für die demokratische spanische Republik und Mitkämpfer der Resistance
  • Henny Dreifuss, Holocaustüberlebende und ehem. Widerstandskämpferin, Mitglied der Resistance, Düsseldorf
  • Fasia, Sängerin der Friedensbewegung, ehem. Häftling im KZ Neuengamme
  • Theo Gaudig, Essen, Überlebender von Buchenwald
  • Heinz Junge, Dortmund, Widerstandskämpfer und nach dem Krieg am Aufbau der Gedenkstättenarbeit in Dortmund beteiligt.
  • Hugo Paul, Minister der ersten NRW-Landesregierung
  • Max Reimann, Widerstandskämpfer, Mitglied des Parl. Rates zur Schaffung des Grundgesetzes
  • Klara Schabrod, Widerstandskämpferin, Düsseldorf
  • Maria Wachter, Widerstandskämpferin, Düsseldorf (in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf steht ihr Denkmal)

Unser Mitglied Alice Czyborra geb. Gingold hat als jüdisches Kind im Versteck in Frankreich überlebt und ist bis heute als Zeitzeugin aktiv. Angesehene Kommunalpolitiker und Gewerkschafter unseres Bundeslandes wirken in der VVN-BdA mit.

Seit zehn Jahren arbeitet die Gruppe Kinder des Widerstandes mit der VVN-BdA zusammen, um die Erinnerung an ihre Eltern wachzuhalten.

In den einzelnen Kreisverbänden wurde und wird von Überlebenden, in Zusammenarbeit mit Antifaschisten der nachfolgenden Generationen, die Auseinandersetzung mit den Ursachen von Faschismus und Krieg geführt, Aufklärung über neofaschistische Strukturen und Aktivitäten betrieben, werden Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Faschismus abgehalten; wird im Sinne der Losung ›Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg‹ wertvolle ehrenamtliche Arbeit, auch in örtlichen wie landesweiten Bündnissen, geleistet. Unvergessen sind die Reden von VVN-BdA-Repräsentant/innen auf den großen Kundgebungen der Friedensbewegung.

Wir rufen die demokratische Öffentlichkeit, vor allem die Friedensbewegung und die Gewerkschaften auf, das Vorgehen gegen die VVN-BdA zu verurteilen und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 Landesausschuss der VVN-BdA NRW                                                                                           
Oberhausen, den 25. Februar 2019