Herzlich Willkommen beim GEW-Kreisverband Region Hannover

Jede vierte Familie in Hannover lebt in Armut, so war es der Presse nach der letzten Schulausschusssitzung zu entnehmen. Kaum ist diese dramatische Schlagzeile verklungen, da wird eröffnet, dass bei der kommunalen Schulsozialarbeit Stellen wegfallen sollen. Die Schulen als auch die Schulsozialarbeiterinnen sind darüber „mit Bedauern“ in Kenntnis gesetzt worden. Die betroffenen Eltern sind empört! Die Schulen, die dies betrifft liegen allesamt in Stadtteilen, in denen die Kinderarmut deutlich höher ist als nur ein Viertel. „Wieder wird bei den Ärmsten gespart, obwohl Unterstützung am dringendsten benötigt wird“, empört sich Harald Haupt, Kreisvorsitzender der GEW Region Hannover. Er erinnert sich an Aussagen der Stadtverwaltung, wonach die kommunale Schulsozialarbeit nicht gekürzt werde solle, auch nicht, obwohl bekannt ist, dass sich das Land bei dieser Aufgabe stärker engagiert. „Die Zunahme der sozialen Schieflage ist bekannt, sie wird hingenommen statt etwas dagegen unternommen“, so Haupt. Seine Forderung: trotz andauernder Haushaltskonsolidierung muss der Bildungsbereich von dem Spardiktat ausgenommen werden!

Die schulische Sozialarbeit der Kommune und des Landes ergänzen sich in ihren Möglichkeiten. Es kann dabei nicht das eine Unterstützungssystem gegen das andere gestellt werden. Daher kann Haupt auch das Argument nicht nachvollziehen, dass die betroffenen Schulen auf Schulsozialarbeiter*innen des Landes zurückgreifen könnten. Die bestehenden und in vielen Jahren aufgebauten stadtteilbezogenen Netzwerke und Strukturen sind nicht einfach von heute auf morgen zu ersetzen. Haupt befürchtet, dass durch mögliche Personalwechsel diese Arbeit erst wieder neu aufgebaut werden muss.    

„Ungleiches muss ungleich behandelt werden, um soziale Nachteile auszugleichen! Das muss der Maßstab jeder politischen Entscheidung sein!“ so Haupt.