Aktuelles

Schulentwicklung der Landeshauptstadt wurde auf der Mitgliederversammlung diskutiert

Ausgehend von aktuellen Pressemeldungen, wonach Oberbürgermeister Stefan Schostok sich für die Zulassung von Oberschulen einsetzt und zu möglichen Planungen des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Gründung eines weiteren Gymnasiums hat sich die GEW eindeutig positioniert:

1.    In Hannover sollen keine Oberschulen eingerichtet werden.

Begründung:
Offensichtlich liegen der Stadt Hannover bereits Anträge zur Gründung von Oberschulen vor und OB Schostok hat sich für die Möglichkeit von Oberschulen ausgesprochen.
Dies bedeutet eine Wende in der bisherigen Schulpolitik der Stadt, die nicht begrüßt werden kann. Da IGSn auch dreizügig gefahren werden können, kann diese Schulform in Hannover auch weiterhin optimal gefördert werden.

2.    Die Gründung eines weiteren Gymnasiums in Hannover wird abgelehnt. Stattdessen sollte eine weitere IGS gegründet werden.
3.    Bei Gymnasialneugründungen soll grundsätzlich von reformpädagogisch orientierten Konzeptionen ausgegangen werden.

Begründung zu 2. und 3.:
Den bildungspolitischen Grundvorstellungen der GEW entspricht die Überwindung des gegliederten Schulsystems, die am ehesten geeignet erscheint, um Chancengleichheit zu gewährleisten und ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft zu verhindern.
Das Gymnasium bedarf nicht nur einer „äußeren“ Reform (G8/G9 bzw. echtes flexibles Modell), sondern auch einer Reform der Lernkultur auf der Höhe der Zeit. Das bedeutet die Entwicklung einer innovativen Didaktik und Methodik, die wiederum mit der Entfaltung innovativer Interaktions- und Kommunikationsstrukturen zusammenhängt.