Aktuelles

Die Gerüchteküche brodelt

Und jede Woche, so scheint es, wird ein neues Süppchen für die SEK I gekocht. Es ist noch gar nicht so lange her, da lehnte der Schulausschuss den Antrag des Bezirksrats, in der Hauptschule in Anderten eine Oberschule einzurichten, mehrheitlich ab. Hannover bräuchte keine weitere Schulform sondern weitere IGSen. Vor wenigen Wochen hieß es auf einmal, dass Hannover nun doch Oberschulen braucht, die Schulleiter_innen der Realschulen, Hauptschulen und HRSen wurden entsprechend beraten. Jetzt ist davon keine Rede mehr, die Kommunalpolitiker_innen von der Linken, den Grünen und der SPD lehnen auch weiterhin die Errichtung von Oberschulen ab. Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht. Allerdings wünschen sie sich die Errichtung einer neuen IGS. Und zwar z.B. am Standort der RS Misburg mit Außenstelle in der Pestalozzi-Hauptschule , aber nur dann, wenn die betroffenen  Kollegien und Schulgremien, die derzeit Konzepte für eine Oberschule entwerfen, motiviert sind, eine IGS zu gründen. Dafür müssen integrierte Gesamtschulen attraktiv werden und das fängt bei den Gebäuden und der Raumausstattung an, die auf die Bedürfnisse einer IGS zugeschnitten werden müssen.

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5 vor 12 – GEW-Protestaktion am 20. März

Über 300 Schulen haben heute bei der GEW-Aktion „5 vor 12" mitgemacht, um ihren Protest gegen die angekündigte Arbeitszeitverlängerung für die Lehrerinnen und Lehrer auszudrücken. Anlass für die Aktion war die Anhörung im Kultusministerium zur Änderung der Arbeitszeitverordnung, die heute stattfand. „Die Kollegien im ganzen Land haben damit ein klares Signal an die Landesregierung gesendet: Stoppt die Mehrarbeit!", so Eberhard Brandt Landesvorsitzender der GEW Niedersachsen. Die Landesregierung muss das Versprechen der Altersermäßigung für 55- und 60-jährige Lehrkräfte, die die letzte SPD-Landesregierung gegeben hat, umsetzen anstatt es zu kassieren. Das Streichen der Altersermäßigung ist ebenso wie die Erhöhung der Unterrichtspflicht an Gymnasien um eine Stunde nicht hinnehmbar. „Der Widerstand der Kolleginnen und Kollegen ebbt nicht ab, das hat die heutige Aktion deutlich gemacht", so Brandt. Es haben sich Schulen aus dem ganzen Land beteiligt – von kleinen Grundschulen bis hin zu großen Gymnasien und Berufsbildenden Schulen. Die Landesregierung müsse sich nun bewegen, wenn sie es sich nicht dauerhaft mit den Lehrerinnen und Lehrer verscherzen wolle. „Die positiven Schritte beim Ausbau der Ganztagsprogramme, dem Ende des Turbo-Abis und bei den Reformen bei Integrierten Gesamtschulen und Gymnasien werden nicht honoriert, wenn gleichzeitig die Kolleginnen und Kollegen vor Ort durch Mehrarbeit die Reformen mitfinanzieren müssen. Die Arbeitszeitverlängerung muss vom Tisch", forderte Brandt. Die Landesregierung habe im Februar beschlossen, Übergangsmodelle vom Beruf in den Ruhestand zu prüfen. „Es wird nun Zeit, dass diese Prüfung abgeschlossen und konkrete Vorschläge für Entlastungen auf den Tisch kommen, wie verbesserte Altersteilzeit, Altersermäßigungen und Entlastungen für Gymnasiallehrkräfte. Das wäre ein positives Signal der Landesregierung", so Brandt.

Die GEW hat erstmals zu einer solchen Aktion aufgerufen, bei der die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen aktiv werden sollen. Über 380 Schulen haben daraufhin heute Vormittag ein Protestfoto angefertigt. Viele Kollegien haben dabei kreative Ausdrucksformen gefunden.

Wir danken für alle eingesendeten Fotos!

 

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Schulentwicklung der Landeshauptstadt wurde auf der Mitgliederversammlung diskutiert

Ausgehend von aktuellen Pressemeldungen, wonach Oberbürgermeister Stefan Schostok sich für die Zulassung von Oberschulen einsetzt und zu möglichen Planungen des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Gründung eines weiteren Gymnasiums hat sich die GEW eindeutig positioniert:

1.    In Hannover sollen keine Oberschulen eingerichtet werden.

Begründung:
Offensichtlich liegen der Stadt Hannover bereits Anträge zur Gründung von Oberschulen vor und OB Schostok hat sich für die Möglichkeit von Oberschulen ausgesprochen.
Dies bedeutet eine Wende in der bisherigen Schulpolitik der Stadt, die nicht begrüßt werden kann. Da IGSn auch dreizügig gefahren werden können, kann diese Schulform in Hannover auch weiterhin optimal gefördert werden.

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